Protest gegen Korruption im Libanon

Am 21.10.2020 fand unser Protest gegen die Korruption und Regierung statt. Aus ganz Österreich sind Libanesen nach Wien gekommen um Ihren Unmut über die Regierung kundzutun. Geendet hat es wie so oft bei Libanesen mit einer großen Party. am Stephansplatz vor dem Wahrzeichen Wien´s


Ein Land im freien Fall


Vor dem Krieg 1975 galt Beirut als die Bankmetropole des Orients oder als Schweiz des nahen Ostens. Der Libanon war das wichtigste Finanzzentrum des Nahen Ostens. Beirut vermittelte wirtschaftlich zwischen Europa und den Golfstaaten.


Die Libanon Proteste begannen kurz nachdem die Regierung am 17. Oktober 2019 neue Steuermaßnahmen angekündigt hatte. In noch nie dagewesenem Ausmaß versammelten sich Zehntausende friedliche Demonstrant*innen aus verschiedenen religiösen und gesellschaftlichen Schichten in Städten im ganzen Land. Sie beschuldigen die politische Führung der Korruption und fordern soziale und wirtschaftliche Reformen.

Die Menge schwenkte die libanesische Fahne und rief nach dem "Fall des Regimes". Wobei viele von ihnen den Spruch "All of them means all of them" wiederholten - eine Anspielung auf die wichtigsten Führungspersönlichkeiten verschiedener religiöser Sekten, die seit Jahrzehnten die politische Szene des Libanon beherrschen.


Die zugrundeliegende Frustration über die Regierung und die politische Elite hatte sich über Jahre hinweg aufgestaut. Der öffentliche Ärger ist in den letzten Jahren wegen der Strom- und Wasserknappheit sowie wegen des Versagens der Regierung bei der Bewältigung der Abfall- und Wirtschaftskrise des Landes eskaliert.


Trotz der Versuche der Regierung, die Demonstrant*innen mit angekündigten Reformen zu besänftigen, gingen die Demonstrationen in Beirut, Tripolis, Zouk, Jal el Dib, Saida, Nabatieh, Sour und Zahle weiter. Auch die Österreich Libanesen zeigten Ihre Solidarität.


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